BDFaktuell 12 / 2014

BDFaktuell 12 / 2014
Informationen zur neuen Entgeltordnung zum TV Hessen

von Christph Schulz
Mitglied im dbb-Tarifausschuss

Am 31.10.2014 wurde rückwirkend zum 01. Juli 2014 die Entgeltordnung um TV-Hessen in Kraft gesetzt (s. a. BDF aktuell 05/2013).

Im „Teil I: Allgemeine Tätigkeitsmerkmale für den Verwaltungsdienst“ werden die Angestellten im Verwaltungsdienst der forstlichen Dienststellen abgebildet.

Der Teil I wurde leider fast wortgleich aus dem TV-L übernommen und kann unter folgendem Link eingesehen werden: http://tdl-online.de/tv-l/tarifvertrag.html

Im „Teil II: Punkt 7 Technische Beschäftigte in der Forstverwaltung“ waren im Vergleich zum TV-L umfangreiche Änderungen notwendig. Diese wurden durch die Tarifkommission, bestehend aus Vertretern der IG BAU und des BDF mit dem Tarifpartner verhandelt.

Wesentliche Punkte, die für die Beschäftigten erreicht wurden:

  • Die Eingruppierung des gehobenen Forstdienstes entsprechend des technischen Dienstes im Rahmen EG 10 bis EG 13.
  • Die Übertragung und damit Fixierung der derzeitigen Eingruppierung entsprechend der Dienstvereinbarung von Hessen-Forst in einen Tarifvertrag.
  • Die Erhaltung der Laufbahnbefähigung als Zugangsvoraussetzung und damit die Option zur Rückkehr in das Beamtenverhältnis.

Die stufengleiche Höhergruppierung wurde nicht erreicht, steht aber weiter auf der Agenda des Tarifausschuss des dbb. Unter dem Hinweis der zu hohen Kosten wurde dies vom hessischen Innenminister Peter Beuth abgelehnt. 

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Neuer Beauftragter für Angestellte

Jörg Deutschländer-Wolff
Jörg Deutschländer-Wolff

Bei der Vorstandssitzung am 05.11.2014 in Wiesbaden wurde der Kollege Jörg Deutschländer-Wolff vom Vorstand einstimmig beauftragt, die Angestelltenvertretung innerhalb des Vorstandes zu übernehmen. Dr. Gero Hütte-von Essen dankte ihm für die Übernahme dieser anspruchsvollen Aufgabe, die zuletzt von Florian Wilshusen geleistet wurde.

Hier stellt sich der neue Angestellten-Beauftragte den Mitgliedern persönlich vor:

„Mein Name ist Jörg Deutschländer-Wolff – Jahrgang 1980. Gebürtig aus dem Schwarzwald kommend, habe ich den ersten Teil meiner schulischen Ausbildung in der Heimat absolviert. Die letzten drei Jahre war ich daraufhin an einer Schule in Ontario, Kanada. Zum Studium wollte ich zurück nach Europa und bekam die Möglichkeit, ein Bachelorstudium an der University of Reading in England zu absolvieren. Den darauffolgenden Master schloss ich in Freiburg ab. Nach kurzer Tätigkeit als Wissenschaftliche Hilfskraft an der Forstlichen Versuchsanstalt (FVA-BW) zog es mich zurück nach Kanada, diesmal in die Kootenay Mountains, British Columbia. Ein dortiger Forstbetrieb bot mir die Möglichkeit, weitere Erfahrungen sammeln zu können. 2008 kam ich zurück nach Deutschland und arbeitete als Geschäftsführer einer Waldbesitzervereinigung in Oberfranken, bis ich mich dann entschied, 2011 mit dem Referendariat in Hessen zu beginnen. Seit 2013 bin ich nun Bereichsleiter Produktion und stellv. Forstamtsleiter am Forstamt Weilburg mit Forstlichem Bildungszentrum. Auf meine neuen Aufgaben freue ich mich sehr und hoffe, mich zügig in die neuen Thematiken einarbeiten zu können.“

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Erfahrungsaustausch zu Zertifizierungen

von Dr. Manfred Johann

 Im Stadtwald mit den Gastgebern, Frau Rippelbeck und Herr Heimen-Geerlings (r.)
Foto: Rolf Wagner
Im Rahmen der Vorstandssitzung im November d.J. in der Fasanerie in Wiesbaden wurde von den Teilnehmern die Gelegenheit genutzt, um sich mit der Abteilungsleiterin Forsten des Wiesbadener Grünflächenamtes, Sabine Rippelbeck, und dem Revierleiter des Revieres Dambachtal, Georg Heimen-Geerlings, über praktische Fragen zu den im Wiesbadener Stadtwald geltenden Zertifizierungen von FSC und Naturland direkt vor Ort auszutauschen. Über die Besonderheiten und Strukturen des Stadtwaldes können sich Leser, die tiefer in die Materie einsteigen wollen, mit der Broschüre „Der Stadtwald Wiesbaden“ näher informieren (https://www.wiesbaden.de/medien-zentral/dok/leben/freizeit/Stadtwald-Tafeln09-10-23_1_.pdf ).

Zentrale Diskussionspunkte waren hier die Auswirkungen der Rückegassenabstände auf die praktischen Betriebsabläufe (organisatorischer Mehraufwand), der Zertifizierung auf die Holzerlöse (nur bei einzelnen Sortimenten, insgesamt keine nennenswerten Mehreinnahmen), der Verkehrssicherung in Referenzflächen (bei akuter Gefährdung möglich), der Totholzanreicherung (ein langfristiger Prozess) und der Qualitätssicherung bei Forstunternehmern (alleiniges Problem des Forstbetriebes). Die Dämmerung bereitete dem interessanten Erfahrungsaustausch leider ein viel zu frühes Ende. Der Vorsitzende Dr. Gero Hütte dankte Frau Rippelbeck und Herrn Heimen-Geerlings für die interessanten Einblicke und wünschte den Teilnehmern eine gute (und nachdenkliche) Heimfahrt.

 

 

Stand: 31. März 2019