BDFaktuell 01 / 2013

BDFaktuell 01 / 2013
Mitgliederzahlen steigen stetig

von Gerd Kunze

Seit mittlerweile vier Jahren kann der BDF-Landesverband Hessen eine positive Entwicklung der Mitgliederzahl verzeichnen. abgelaufenen Jahr 2012 sind mehr als 20 überwiegend junge Kolleginnen und Kollegen dem BDF-Landesverband Hessen beigetreten.

Zurückzuführen ist diese Entwicklung durch die immer mehr  zunehmende Organisationsbereitschaft des Nachwuchses und durch die im Vorfeld hervorragende und intensive Arbeit der Jugendvertretung und des gesamten Vorstandes. 
Mit diesem Trend sind bereits schon jetzt die Weichen positiv für die BDF-Zukunft gestellt, da eine mittlerweile stattliche Zahl an jungen, aktiven und berufspolitisch interessierten Forstleuten den Kurs des BDF mitgestalten wird.

BDFaktuell 01 / 2013
Ein Hesse in Berlin

von Werner Schaaf

Der Verfasser nahm als stellvertretender Vorsitzender und Delegierter des BDF-Hessen am 23. Bundesgewerkschaftstag von dbb und tarifunion vom 11. – 14. November in Berlin teil. Für unseren Landesverband, aber auch für die Kollegenschaft in anderen Bundesländern haben sic h daraus wichtige und richtungsweisende Impulse ergeben.
 
Anträge des BDF Hessen angenommen
 
In fünf Arbeitskreisen wurden insgesamt 612 Anträge beraten und dann entscheidungsreif dem Gewerkschaftstag als höchstem Beschlussorgan des dbb zur Beschlussfassung vorgelegt. Die vom BDF-Hessen über den dbb Landesbund eingebrachten Anträge zur Verbesserung der Wegstreckenentschädigung, insbesondere für Forstbedienstete im Außendienst sowie die Forderung zur Rückkehr zur Verbeamtung forstlicher Nachwuchskräfte in den Landesforsten wurden einstimmig beschlossen.

Hier die Anträge:

  • Der dbb setzt sich dafür ein, dass den Beschäftigten im Forstdienst bei den Landesverwaltungen für den Einsatz von privateigenen Kraftfahrzeugen eine kostendeckende KFZ-Entschädigung zuzüglich Waldzulage gezahlt wird.
  • Der dbb setzt sich als Handlungsschwerpunkt, auf die Rückkehr zur Verbeamtung im gehobenen und höheren Forstdienst bei den Landesforstverwaltungen hinzuwirken.

Die beschlossenen Anträge sind zugleich Grundlagen und Auftrag an den dbb und bestimmen die Arbeitsschwerpunkte für die kommenden 5 Jahre. Der BDF kann also mit der vollen Unterstützung des dbb rechnen.
 
Demographie-Pakt für die Zukunft von Hessen-Forst
 
Vor dem Hintergrund des jüngst seitens der Landesbetriebsleitung von Hessen-Forst vorgelegten Personalentwicklungspapiers gewinnen die Aussagen und Forderungen des neugewählten Bundesvorsitzenden des dbb, Klaus Dauderstädt eine große Aktualität: Wir müssen endlich wegkommen von einer einseitigen Sparpolitik, von Rezepten von vorgestern. Stellenreduzierungen, Leistungsverdichtungen und Perspektivlosigkeit  müssen durch kreative, konstruktive und zukunftsbezogene Lösungswege ganz im Sinne eines solchen Demographie-Paktes ersetzt werden. Wir Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sind mit unserer Ausbildung, unserem Engagement und unserem Berufsethos die Garanten eines funktionierenden Staates. Dieses darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Wir Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Hessen-Forst wollen endlich ernst genommen werden! Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen dürfen nicht ignoriert, die Kernaussagen des Projekts „Revier 2025“ dürfen nicht verzerrt werden. Das vorgelegte Papier der Landesbetriebsleitung kann in der jetzigen Form nur in falsche Entwicklungen münden. Wir tragen Verantwortung für die Zukunft, die Zukunft für den hessischen Wald  und für seine Leistungen, für einen wichtigen Standortfaktor in Hessen. Wir tragen heute und jetzt die Verantwortung für die Arbeitsbedingungen der künftigen Kolleginnen und Kollegen in den Revieren, den Forstämtern und den zentralen Dienststellen gleichermaßen. Das Positionspapier des BDF-Hessen zeigt diese Wege zu einem Demographie-Pakt auf. (Einzelheiten bei: www.bdf-hessen.de)

Der BDF bietet weiterhin seine Mitarbeit an. Die Mitarbeit in den Personalvertretungen,  mit der Gewerkschaft IGBAU und mit der Landesbetriebsleitung. Aber eine Mitwirkung bei den angekündigten massiven Stellenstreichungen ist mit dem BDF nicht zu machen. Das vorliegende Personalentwicklungspapier ist nicht alternativlos: Wir fordern einen Demographie-Pakt für die Zukunft von Hessen-Forst: „Einstellungskorridor ja, Stellenreduzierungen nein“.
Werner Schaaf

BDFaktuell 01 / 2013
Bundeskompensationsverordnung in Planung

von Sigrun Brell

Die Vielzahl der landesspezifischen Regelungen zum Thema Kompensation von Eingriffen in Natur und Landschaft stellt überregional agierende Eingreifer vor Probleme. Deshalb wird zur Zeit an einer bundesweit gültigen Kompensationsverordnung gearbeitet, die die Länderregelungen vereinheitlichen soll. Erste Grobentwürfe dazu liegen mittlerweile vor. Es scheint sich abzuzeichnen, dass die Bundeskompensationsverordnung Eingriffe von Großeingreifern, z.B. für die Errichtung von Windparks, erleichtern wird.

 

Stand: 31. März 2019