BDFaktuell 11 / 2012

BDFaktuell 11 / 2012
Gleichbehandlung von Frauen und Männern bei Zulassung zu AC wieder gewährleistet 
 

von Martin Menke
 
Nachdem es bei der Zulassung zu einem Assessment Center für den Landesbetrieb Hessen-Forst zu Ungleichbehandlungen von Frauen und Männern gekommen war, ist dies nun behoben. Der Beschwerdefall: Männer wurden nach Diplom-Leistungsnote für das Assessment-Center vorausgewählt, Frauen wurden ausnahmslos zugelassen. Der BDF-Hessen sprach diesen Fall gegenüber der Landesbetriebsleitung im Frühjahr an und gab ein Rechtsgutachten in Auftrag. Bei einem erneuten Gespräch am 17.09.2012 wurde den Vertretern des BDF durch die Landesbetriebsleitung versichert, dass es sich in dem Beschwerdefall um einen einmaligen Vorgang bei einem einzigen Assessment Center gehandelt habe. Bei den derzeit laufenden und zukünftigen Auswahlverfahren sei wieder gewährleistet, dass auch bezüglich der Zugangsvoraussetzungen Frauen und Männer gleichbehandelt werden.

BDFaktuell 11 / 2012
Einschlag von Starkholz im Laub   

von Hans-Kurt Köhler
 
Die verstärkte Nachfrage einzelner Laubholzkunden nach Lieferung von Starkholz bereits im September bedingt den Einschlag im grünen Laub.


In der Praxis gibt es hierzu Bedenken  hinsichtlich des Arbeitsschutzes, der ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkte sowie der Außenwirkung und Glaubwürdigkeit. Dies hat den BDF-Hessen veranlasst, die Hinweise und Vorschläge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form einer Resolution (PDF-Datei) zu veröffentlichen und der Landesbetriebsleitung (LBL) vorzulegen.

Relativ schnell und sehr ausführlich hat die LBL von Hessen-Forst zu den einzelnen Punkten Stellung genommen.

Die folgenden Aussagen der LBL decken sich voll mit den Vorstellungen des Berufsverbandes:

  •  Die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter und Unternehmer steht ohne Diskussionen und Einschränkungen an oberster Stelle
  •  Es liegt in der Verantwortung der jeweiligen Betriebsleitung, die gebotenen Entscheidungen zu treffen
  •  Der Starkholzeinschlag im belaubten Zustand ist und bleibt die Ausnahme.

In anderen Punkten bestehen dagegen noch unterschiedliche Auffassungen. So betont die LBL, dass frühe Holzlieferungen nicht zu verachtende Vorteile für die Holzwirtschaft haben, jedoch auch ein eigenbetriebliches Interesse verfolgen. Nicht die Frühlieferungen gehen nach Ansicht der LBL zu Lasten der Natur, sondern Spätlieferungen, wenn sich der Laubholzeinschlag durch ungünstige Witterung bis in den empfindlichen Beginn der Vegetationszeit verschiebt.

Durch die BDF-Resolution, die eine große und positive Resonanz bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Forstämtern fand, hat die LBL nach eigenem Bekunden den Eindruck gewonnen, dass zu diesem Thema  in der Praxis offensichtlich  noch Informationsbedarf besteht.
Den vollständigen Text der sog."Alsfelder Resolution" und die Antwort der LBL von Hessen-Forst ist auf der Internetseite des BDF-Hessen zu finden: Laubholzeinschlag Starkholz: Resolution mit Antwort-LBL

Zu diesem Thema hatten auch die Altvorderen schon Vorstellungen, so Georg Ludwig Hartig in „Anweisung zur Holzzucht für Förster (1791)“

Die schiklichste Zeit zur Holzfällung überhaupt ist vom Ende Novembers bis April, weil alsdann die Laubhölzer enthblättert sind, und sich besser bearbeiten lassen, weil der Saft sich verdikt, der Baum seinen völligen Wachsthum gethan, und das Holz seine vollkommene Reife erlangt hat, und weil auch durch die Holzschlägerei zu dieser Zeit der Feldarbeit kein Abbruch geschieht.

Zur Fällung des Bauholzes wählt man gewöhnlich die sogenannte Hartmonde: December, Januar und Februar.

Stand: 31. März 2019