BDFaktuell 10 / 2011

 

BDF stellt kritische Fragen und fordert Antworten auf Personalentwicklungskonzept von Hessen Forst und IG BAU

 

BDFaktuell 10 / 2011
Gelungener Start

von Dr. Manfred Johann

Mitte August fand der neu gewählte Landesvorstand mit seinem Vorsitzenden Dr. Gero Hütte von Essen (s. a. BDF-aktuell 6/2011) zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Eine umfangreiche Tagesordnung war zu bewältigen, unter anderem auch die Aufgabenverteilung und die Beauftragungen: Seit der letzten Satzungsänderung ist der Vorstand ja stark arbeitsteilig organisiert, um die Belastungen für die Einzelnen überschaubar zu halten.

Der Vorsitzende konnte zahlreiche altbewährte und neue engagierte Mitglieder begrüßen, sodass die Dis­kussionen kurz und die Aufgabenverteilungen schnell geregelt waren - für den Vorsitzenden ein perfekter Start mit breiter Unterstützung!

So führen die vier Stellvertreter des Vorsitzenden ihre Aufgabenschwerpunkte „Umwelt" (Sigrun Brell), „Forst und Jagd" (Jens Heiberg), „Personal und dbb" (Werner Schaaf) sowie „BDF-Bund-Angelegenheiten" (Thomas Götz) weiter, wobei Letzterer die erfolgreiche und dankenswerte Arbeit von Stefan Brinkmann fortsetzen wird, der bei der Wahl nicht mehr kandidierte.

Um die Organisationsfragen kümmern sich ja bereits seit der Wahl im Mai Gerhard Kunze (Geschäftsführung), Albin Happel (Kasse) und Rolf Wagner (dbb-Akademie und BDF-Sozialwerk), um die Kommunikation Dr. Manfred Johann (Landesredakteur), Reinhard Vollmer (Homepage) und Rolf Steinbrenner (BDF-Info).

Im Rahmen der Beauftragungen sind weiterhin aktiv: Martin Menke (Rechtsschutz), Michel Küthe (Senioren), der jedoch mittelfristig Unterstützung und Nachfolge sucht, Petra Walter (Frauen), Petra Westphal (Arbeitskreis Waldpädagogik), Achim Daubert (Arbeitskreis „Dienstleistungen Forst/Umwelt") und Michael Schales (Forstwirte).

Neu in diesem Kreis ist der kommissarische Landesjugendleiter Christoph Schulz als Nachfolger von Andrea Böcker-Grundmann und Ingo Pfisterer als Angestelltenvertreter und Nachfolger von Christian Münch.

Die Amtszeit von BDF-Vertretern in anderen Gremien wird von der Vorstandswahl natürlich nicht berührt: So sind für uns weiterhin aktiv Peter Schönke (HPR), Jens Helberg, Stefan Rickert, Wolfgang Lorenz, Reinhard Vollmer und Sigrun Brell (GPR), Sabine Rippelbeck, Stefan Rickert, Thomas Götz und Petra Walter (Landesforst-ausschuss); weitere Mitgliedschaften und Gremien sind unter www.bdf-hessen.de/organisation aufgeführt.

Nicht zu vergessen sind unsere „Elder Statesmen" Gustav Adolf Petersson und Hans-Kurt Köhler, die die Vorstandsarbeit stets mit Rat, Tat und Humor begleiten.


Es mag in diesen Zeiten einigen Grund zur Klage geben, das Engagement der Mitglieder und die Mitgliederentwicklung des BDF Hessen ge­hören jedenfalls nicht dazu.

BDFaktuell 10 / 2011
Neue Landesjugendleitung

von Dr. Manfred Johann

Bei der letzten Vorstandssitzung wurde Christoph Schulz kommissarisch bis zur Bestätigung bei der nächsten Hauptversammlung mit der Landesjugendleitung beauftragt.

Nach einer Forstwirtlehre im Forstamt Birkenfeld legte er sein Fachabitur in Bad Kreuznach ab, studierte Forstwirtschaft in Eberswalde und absolvierte seine Anwärterzeit im Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus. Heute ist er Funktionsbediensteter für Aus- und Fortbildung sowie F-Tech im Forstamt Weilburg,   kann  also  den  aktuellen Wissensstand, nicht zuletzt als Mitglied des Prüfungsausschusses g. D. stets mit der Praxis verbinden. Christoph Schulz ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.

Der BDF Hessen freut sich, dass sich ein junger Kollege mit so breiter regionaler wie beruflicher Erfahrung und einem Einsatzgebiet, das den steten Kontakt zum forstlichen Nachwuchs garantiert, für die BDF-Jugend engagiert und wünscht ihm dabei viel Erfolg und eine glückliche Hand.

BDFaktuell 10 / 2011
Die Deutsche Jagdbibliothek in Melsungen

von Hans-Kurt Köhler

Die Julius-Neumann-Stiftung -vertreten durch den Traditionsverlag J. Neumann-Neudamm AG in Melsungen als Stiftungsträger - hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen um die Jagdkultur zu schützen, zu fördern und auszubauen.

Diesem Stiftungsziel dient der Aufbau einer öffentlich zugänglichen Jagdbibliothek, die alle Werke der deutschsprachigen Jagdliteratur sowie angrenzender Gebiete sammelt, bibliografiert und wissenschaftlich auswertet. Durch eine geplante Datenbank wird jagdliches Wissen jedem Interessierten offenstehen.

Die Stiftung finanziert sich im Wesentlichen aus Spendengeldern und den Stiftungserträgen, Darüber hinaus tragen Sachspenden zur Unterstützung bei. Überzählige, nicht mehr benötigte oder hinterlassene jagdliche und forstliche Bücher, Broschüren, Zeitschriften u. Ä. jeden Alters sollten daher nicht als Altpapier entsorgt werden, sondern der Stiftung angeboten werden. Kontakt: Verlag J. Neumann-Neudamm AG, Schwalbenweg 1, 34212 Melsungen, Tel. 05661-92620

BDFaktuell 10 / 2011
Biosphärenreservat Rhön feierte 20. Geburtstag

von Hans-Kurt Köhler

Die Kulturlandschaft Rhön in den Bundesländern Bayern, Hessen und Thüringen wurde 1991 durch die UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt.

Das UNESCO-Programm Maß (Man and Biosphere) fördert die nachhaltige Entwicklung von Modellregionen. Nicht nur der Naturschutz, sondern auch die dort lebenden und arbeitenden Menschen werden mit einbezogen, um einen Ausgleich zwischen den wirtschaftlichen Interessen und der Bewahrung alter Kulturlandschaften zu schaffen. Für die Biosphärenreservate ergeben sich   hierbei   drei   große   Aufgabenschwerpunkte:

  •  Schutz der Artenvielfalt

  •  Nachhaltige ökologische, ökonomische und soziale Entwicklung

  •  Bildungsarbeit, Forschung, Kommunikation, Monitoring

Das Biosphärenreservat Rhön in Herzen Deutschlands umfasst bei einer Gesamtfläche von etwa 185 000 ha in Bayern einen Anteil von ca. 39 %, in Hessen von 34 % und in Thüringen von 26 %. Eine Einteilung in Kern-, Pflege-und Entwicklungszonen entspricht dabei den unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Maßnahmen. In den Kernzonen (Ziel mind. 3 % der Gesamtfläche) soll sich die Natur vom Menschen unbeeinflusst entwickeln. Sie bestehen aus naturnahen Laubwäldern (Buche und Edellaubhölzer), Hochmooren, Blockhalden und einigen Offenlandbereichen, in denen die natürliche Sukzession beobachtet wird.

Zuständig für die Arbeit, die Durchführung von Projekten und die Überwachung im Biosphärenreservat sind drei Verwaltungsstellen in den beteiligten Bundesländern. Die hessische Verwaltungsstelle (Dienstsitz Wasserkuppe) wurde 1991 als Teil der Landesforstverwaltung eingerichtet, unterstand ab Mitte der 90er-Jahre dem Regierungspräsidium in Kassel als Obere Naturschutzbehörde und ist seit 2003 nach der Kommunalisierung der Verwaltung dem Landkreis Fulda unterstellt. Die bayerische Verwaltungsstelle ist Fachbehörde der Regierung von Unterfranken und die thüringische Verwaltungsstelle untersteht direkt dem Ministerium als Oberste Naturschutzbehörde. Ein Verwaltungsabkommen von 2002 regelt die Zusammenarbeit der drei Verwaltungsstellen, von denen im Wechsel jeweils eine für die Dauer von drei Jahren federführend ist.

Zum 20-jährigen Bestehen des Biosphärenreservats Rhön kamen die zuständigen Ministerien der drei Bundesländer und die Verwaltungsstellen am 26.8.2011 zu einer Regionalkonferenz in Gersfeld zusammen, um über Perspektiven der nachhaltigen Entwicklung für die nächsten 10 Jahre zu diskutieren.

Stand: 31. März 2019