BDFaktuell 07-08 / 2011

BDFaktuell 07-08 / 2011
Der neue Landesvorsitzende 
 
Seit der Jahreshauptversammlung am 11.05.2011 hat der BDF Hessen einen neuen Landesvorsitzenden:

Dr. Gero Hütte-von Essen wurde am 5. August 1965 in eine Forstfamilie geboren. Nach Wehrdienst, forstwissenschaftlichen Studien in München und Wien sowie der Referendarzeit in Rheinland-Pfalz folgte eine freiberufliche Tätigkeit als forstlicher Sachverständiger speziell in Forsteinrichtung und Stichprobeninventur. Dr. Hütte-von Essen promovierte in Göttingen in einer vergleichenden Studie zur Veränderung der Nachhaltigkeitssicht in Naturschutz und Forstwirtschaft in 3 europäischen Ländern.

Im Landesbetrieb Hessen-Forst bekleidete er die Ämter der Assistenz des Landesbetriebsleiters, des Sachbereichsleiters Internes Rechnungswesen sowie des Produktionsleiters in den Forstämtern Burgwald und Kirchhain. Zwischenzeitlich war er für 3 Jahre in die Geschäftsführung des Kompetenzzentrums HessenRohstoffe (HeRo) abgeordnet, um Märkte für nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erschließen.

Dr. Hütte-von Essen trat dem BDF im Jahr 1989 bei und engagiert sich in der hessischen Vorstandsarbeit seit 2004 zunächst im Arbeitskreis „Grundsätze des BDF-Hessen“ und dann seit 2005 als Landesredakteur. Weiterhin ist er seit 2005 Mitglied im Prüfungsausschuss für die Große Forstliche Staatsprüfung. Nachhaltige Waldwirtschaft und ein hochqualifizierter, motivierter und solidarischer Berufsstand, für die der BDF seit Jahrzehnten kämpft und für die der BDF viele Erfolge errungen hat, sind Dr. Hütte-von Essen Ansporn und Ziel. 

BDFaktuell 07-08 / 2011
Echte Kollegialität endet nicht –Seniorentreffen in Hann. Münden

von Michael Küthe
Am 12. Mai 2011 trafen sich zum 6.Mal die BDF-Senioren mit ihren Frauen zum jährlichen Seniorentreffen. Ziel war in diesem Jahr das wunderschöne Fachwerkstädtchen Hann. Münden an der äußersten nördlichen Peripherie von Hessen.

Ein Teil der Teilnehmer am Seniorentreffen während der Stadtführung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einer interessanten Stadtführung wurden uns viele Besonderheiten der Stadt vermittelt. So kam der Reichtum dieser Stadt im Mittelalter insbesondere durch das so genannte „Stapelrecht“, das bedeutete, dass sämtliche Waren, die auf Fulda, Werra und dann zur Weser transportiert wurden, in Hann. Münden „umgeladen und 3 Tage zum Verkauf angeboten werden mussten, bevor diese weiter transportiert werden konnten.“ Günstige Einkaufs-möglichkeiten für die Bürger und Verlade- und Lagerkosten für die Händler führten zum Reichtum dieser Stadt, der auch heute noch in den prächtigen Bauten der damaligen Zeit erkennbar ist. Auch die „Verladung hessischer Soldaten „gegen die Befreiungskriege“ der Engländer in Nordamerika (USA) führten im 19. Jahrhundert nochmals zu erheblichem wirtschaftlichem Aufschwung der Stadt.

Nach einem kräftigenden Mittagessen im „Schmucken Jäger“ stand der Besuch der ehemaligen „Hessischen Forstlichen Versuchsanstalt“, heute „Nordwestdeutschen forstlichen Versuchsanstalt“, Abteilung „Forstgenetik“ auf dem Programm.

Herr Dr. Janssen gab uns zunächst einen Überblick über die Arbeit der “Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt“ im Allgemeinen und über „seine Abteilung“ im Speziellen. Dann ging es ins Praktische: Erhaltung „seltener Baumarten“, Forstpflanzenzüchtung und –vermehrung, „In Vitro - Vermehrung“ und die weitere Behandlung in den Gewächshäusern über die genetische Prüfung bis zum Vertrieb im Handel.

Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken traten die Teilnehmer wieder die Heimreise an mit der Einladung durch den Kollegen Bernhard Kreusler, im nächsten Jahr am 2. Donnertag im Mai sich in Mittelhessen, in Dillenburg, zu treffen.

Seien Sie gespannt auf das nächste Seniorentreffen am 10. Mai 2012.

 

BDFaktuell 07-08 / 2011
Unbefriedigende Tarifübertragung auf den Beamtenbereich

Der BDF-Hessen sieht ebenso wie der dbb-Hessen die geplante Verschiebung der Besoldungsanpassung an das Tarifergebnis auf Oktober sowie die Aussparung der Einmalzahlung als problematisch an. Hier werden die langfristigsten Mitarbeiter des Landes vor den Kopf gestoßen und das bei geschätzten Steuermehreinnahmen in Höhe von 2,2 Mrd EURO bis 2014 in Hessen, bei steigendem Bruttoinlandsprodukt sowie einer Inflationsrate von derzeit 2,4 Prozent. Eine Gehaltssteigerung von 1,5% in 2011 bedeutet bei einer Inflationsrate von 2,4% sowieso schon einen Verlust an Realeinkommen, daher ist das Bemühen, die Angleichung auf den Herbst zu verschieben, doppelt schwer zu rechtfertigen. Eine Entgelttabelle für den Tarifbereich kann beim Landesgeschäftsführer, Gerhard Kunze, bezogen werden.

 

Stand: 31. März 2019