BDFaktuell 05 / 2016

BDFaktuell 05 / 2016
Personalratswahl 18.05.2016:
BDF - gemeinsam stark: Kandidaten

Nachricht aus dem Landesvorstand ... Wählen gehen !

Unsere Positionen

In den Wahllisten treten dieses Jahr wieder unsere Gewerkschaftsvertreter für die Mitarbeiter von Hessen-Forst im Gesamtpersonalrat (GPR) und für alle Beschäftigten im Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Hauptpersonalrat (HPR) an.

Hier unsere Spitzenkandidaten:

GPR – Beamtenvertreter   GPR – Angestelltenvertreter
 
Erwin Heckmann
Revierleiter FA Melsungen
  Christoph Schulz
Bereichsleitung Service-Center Holz
 
Sigrun Bell
Bereichsleitung Dienstleistung / Hoheit FA Hanau-Wolfgang
  Franziska Balle
Betriebsassistentin FA Romrod
 
 
HPR – Beamtenvertreter   HPR – Angestelltenvertreter
   
Dr. Gero Hütte von Essen
Forstamtsleiter FA Vöhl
  Sebastian Gräf
Bereichsleitung Produktion FA Königstein
   
Sigrun Bell
Bereichsleitung Dienstleistung / Hoheit FA Hanau-Wolfgang
  Jennifer Park
Büroleitung FA Reinhardshagen
     

 

BDFaktuell 05 / 2016
Offener Brief des BDF-Hessen an die hess. Staatsministerin Hinz
Stilllegung von Großflächen, 500 bis über 1.000 ha

Nachricht aus dem Landesvorstand

 

Sehr geehrte Frau Staatsministerin Hinz,

 

in den vergangenen Wochen waren viele Kolleginnen und Kollegen genötigt, Großstilllegungsflächen auszuwählen. Diese wurden auf Wunsch einzelner Verbände von Ihnen in Auftrag gegeben.

Wir möchten, dass Sie wissen, dass es bei den Großstilllegungsflächen nicht mehr möglich ist, den naturschutzfachlichen Sinn zu vermitteln. Ein Einbeziehen großer naturferner Lebensgemeinschaften, teilweise mehrheitlich von Nadelholz inkl. Douglasien geprägt, ist nicht zu vermeiden.

Konnten Ihre Mitarbeiter in der Fläche die Stilllegungen früherer Stilllegungsprogramme noch sinnhaft nachvollziehen und mittragen, so wird diese neue Tranche als Botschaft verstanden: „Hätten die Kollegen nach Kyrill die Füße hoch gelegt, so wäre es besser gewesen“.

Gerade für Kolleginnen und Kollegen, die nach ohnehin sehr belastenden Neuorganisationen dann auch noch 2007 die Früchte jahrelanger Arbeit vom Orkan zerstört sahen und sich unter Anspannung aller Kräfte und Reserven daran machten, den Wald wieder aufzubauen, ist Ihr Auftrag zu Großstilllegungsflächen frustrierend und demotivierend. Zusätzlich führt Ihre Entscheidung zu Personalabbau gerade im ländlichen Raum.

Der Eindruck in der Mitarbeiterschaft, dass die politische und betriebliche Führung ihr keinen Rückhalt gibt, zum Ausdruck gebracht in der Mitarbeiterbefragung, würde weiter befeuert, wenn die Großstilllegungsflächen von Ihnen so beschlossen würden, wie sie jetzt auf Anweisung von oben durch Hessen-Forst geliefert wurden.

Die jahrelang erfolgreich verfolgte Naturschutzstrategie des integrierten Naturschutzes – Hessen ist hier mit der Naturschutzleitlinie deutschlandweit führend – würde durch die neuen Großstilllegungsflächen konterkariert. Bei Segregation stillgelegter Flächen und bleibender Gewinnerwartung gibt es auf der verkleinerten Fläche für die Forstwirtschaft keine Alternative zur Intensivierung. Das ist paradox!

Daher appellieren wir an Ihren Fachverstand und an Ihr politisches Gespür:
Belassen Sie es bei den ursprünglichen, schon im vergangenen Sommer naturschutzfachlich fundiert gemeldeten Flächen der 2. Tranche und verzichten Sie auf die pauschalen, naturschutzfachlich fragwürdigen Großstilllegungsflächen!

Für den Vorstand
mit freundlichen Grüßen
 
Dr. Gero Hütte-von Essen
(Landesvorsitzender)

Antwort auf offenen Brief des BDF-Hessen an die hess. Staatsministerin Hinz
Stilllegung von Großflächen, 500 bis über 1.000 ha

 

Stand: 07. September 2017