BDFaktuell 02 / 2016

BDFaktuell 02 / 2016
2025 – noch 10 Jahre…

Nachricht aus dem Landesvorstand

Hört sich erst mal lang an, oder? Es geht um die nachhaltig gesicherte Personalstruktur bei Hessen-Forst. Im Jahr 2013 wurden uns die Personalzahlen, die 2025 in den verschiedenen Berufslaufbahnen angestrebt werden, in einer Vereinbarung zwischen Ministerium und Hauptpersonalrat präsentiert. Von Personalabbau ist die Rede, natürlich bei gleichbleibender Qualität. Gleichzeitig wird von einem Personalpuffer gesprochen, der bis 2018 aufgebaut werden muss, um die starken Abgänge ab 2019 betrieblich verkraften zu können. Dazu wurde sogar beschlossen, zweimal im Jahr und somit die doppelte Zahl von Anwärtern einzustellen. Mehr Stellen für Freiwilligendienste sollen das Interesse am Forstberuf wecken, alle sind aufgerufen mehr Praktikantenstellen anzubieten. Forstwirte sollen im verstärkten Maße zu Forstwirtschaftsmeistern ausgebildet werden, höherwertige Tätigkeiten sollen zu mehr Lohn führen. Die Vereinbarung mit dem Hauptpersonalrat zieht den Schluss, dass jährlich folgende Einstellungskorridore mindestens notwendig sind, um die Zukunft Hessen-Forsts zu sichern: mindestens 5 Personen im höheren Dienst, mindestens 20 Personen im gehobenen Dienst, 10 Forstwirt-Azubis im Jahr und 10 Personen, die zum Forstwirtschaftsmeister/in ausgebildet werden sollen.


Sehr geehrter Leser und sehr geehrte Leserin, wie ist Ihr Eindruck. Sind wir auf einem erfolgreichen Weg? Haben Sie einen Überblick über die aktuelle Situation?

 Der BDF fordert mehr Transparenz.

Im Jahr 2015 wurden 2 Personen in den höheren Dienst, 17 Personen, davon 3 befristet in den gehobenen Dienst eingestellt. 10 Forstwirt-Azubis konnten wir begrüßen und bei den neu bestellten Forstwirtschaftsmeistern waren es wohl 12. Doch wie sieht es mit der Fluktuation aus? Sind noch alle Personen, die eingestellt wurden, an Bord? Und wie sieht es mit den weiteren außerplanmäßigen Abgängen aus? Wieviel Personen verlassen uns, weil sie die Rente mit 63 in Anspruch nehmen oder aus Krankheitsgründen vorzeitig in Ruhestand gehen? Der BDF befürchtet, dass die Anzahl der eingestellten und zukünftig einzustellenden Personen nicht ausreichen wird, um einen Personalpuffer aufbauen zu können.

Der BDF fordert mehr Kommunikation, auch zu den Berufsverbänden.

Denn letztlich werden wir nur gemeinsam erfolgreich sein.
Unsere Vertreter im Gesamtpersonalrat haben sich vehement für die Ausbildung im Verwaltungsbereich eingesetzt. So konnte im Gesamtpersonalrat erreicht werden, dass zumindest 2 Ausbildungsstellen zugestanden wurden. Der Verwaltungsbereich wird weiterhin stiefmütterlich behandelt. Schon in der Vereinbarung mit dem Hauptpersonalrat konnten keine Details zu Einstellungskorridoren festgelegt werden. Mit diesem Berufszweig hatte man sich noch gar nicht beschäftigt. Doch die Ansprüche an die Verwaltungsarbeiten werden durch immer neue Geschäftsanweisungen, Richtlinien und Gesetze immer höher. Aus der Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt/-fachwirtin hat sich die Landesbetriebsleitung schon verabschiedet. Guten Verwaltungsleuten wird keine Perspektive aufgezeigt. Das hat zur Folge, dass diese Leute gehen – und gehen gelassen werden. Obwohl sich Hessen-Forst die Nachwuchsgewinnung- und –förderung auf die Fahnen geschrieben hat.

Der BDF fordert mehr Einsatz für die Nachwuchsgewinnung und für die Förderung der Leistungsträger.

Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung lassen deutlich erkennen, dass die Motivation und die Zufriedenheit des Personals insgesamt gesunken sind. Wir haken an den Knackpunkten nach. Eine dauerhafte Überlastung des Personals lehnen wir ab. Als Berufsverband wollen wir konstruktiv an zukunftsfähigen, an die demografische Entwicklung angepassten Personalkonzepten mitarbeiten. Der BDF-Hessen ist davon überzeugt, dass sichere, attraktive und leistungsgerecht bezahlte Arbeitsplätze es dem Landesbetrieb auch in Zukunft ermöglichen, nachhaltig Personal gewinnen und halten zu können.

Der BDF setzt sich im Gesamtpersonalrat und im Hauptpersonalrat für die Interessen aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein.

Deshalb: Nutzen Sie im Mai Ihr Wahlrecht!

BDFaktuell 02 / 2016
„Seniorentreffen - 60 plus“ am 11. Mai 2016 in Fritzlar

von  Michel Küthe

Dom St. Peter zu Fritzlar
© Thomas Max Müller / PIXELIO

In diesem Jahr treffen sich die Senioren des Landesverbandes Hessen zum 11. Male. Die alte Kaiserstadt Fritzlar soll unser Ziel werden. Obwohl die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen sind, gibt es schon vorweg ein paar Informationen für die Teilnehmer. Auch in diesem Jahr treffen wir uns wieder an einem Mittwoch, da es an diesen Wochentag für keinen der potenziellen Teilnehmer „regelmäßige Terminausschließungsgründe“ gibt.
Neu ist, dass die Organisation in diesem Jahr bei unserem Kollegen Dieter Jeppe liegen wird, der sich spontan dazu bereit erklärte.

Fritzlar ist eine Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen. Die Entstehung der Stadt geht auf eine Kirchen- und Klostergründung durch Bonifatius zurück. Die Dom- und Kaiserstadt gilt als der Ort, an dem sowohl die zweite Christianisierungswelle Mittel- und Norddeutschlands (mit dem Fällen der Donareiche um 723 durch Bonifatius), als auch das mittelalterliche Deutsche Reich (mit der Wahl von Heinrich I. nach dem Tode von Konrad I. zum König der Deutschen auf dem Reichstag von 919) einen neuen Anfang nahmen.

Zu den Besonderheiten Fritzlars zählt das gut erhaltene mittelalterlich geprägte Stadtbild mit zahlreichen Fachwerkhäusern einschließlich der weithin intakten 2,7 km langen Stadtmauer, die den mittelalterlichen Stadtkern umringt.

Nach dem Mittagessen werden wir gemeinsam zu dem Steinkammergrab von Züschen fahren und dieses unter fachkundiger Führung erkunden: Das Steinkammergrab von Züschen, auch Steinkiste genannt, ist eine vorgeschichtliche Megalithanlage, die im Feld zwischen den Fritzlarer Ortsteilen Züschen und Lohne in Nordhessen liegt. Es ist ein Galeriegrab, eines der bedeutendsten Exemplare seiner Art, und stammt aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. Wegen seiner eingeritzten Bildzeichen nimmt es eine Sonderstellung unter den Megalithanlagen vom Typ Züschen der Wartberg-Kultur ein.

Zum Abschluss werden wir diese Treffen mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken beenden.

Die endgültige Einladung erhalten Sie in der Aprilausgabe von BDF-aktuell und / oder direkt durch persönliches Einladungsschreiben. Bitte planen Sie den 11. Mai schon fest in Ihrem Terminkalender ein.


 

Stand: 15. Februar 2016