BDFaktuell 12 / 2015

BDFaktuell 12 / 2015
25 Jahre BDF im vereinten Deutschland

von  Hans-Kurt Köhler

Foto: Hans-Kurt Köhler

Kurze Zeit nach der Wende gab es im März 1990 in Berlin erste Sondierungsgespräche der Forstleute zur Organisation einer eigenständigen und unabhängigen Berufsvertretung in der DDR. Am 7. April 1990 wurde in Königswusterhausen der Bund der Forstleute in der DDR e.V. (BdF) gegründet und Walter Avemarg zu seinem Vorsitzenden gewählt. Dem Wunsch der Kolleginnen und Kollegen entsprechend, fanden in der Folge intensive Gespräche mit dem Ziel einer Fusion mit dem BDF (West) statt.

Am 28. November 1990 war es dann soweit: Der Zusammenschluss vom Bund Deutscher Forstleute (BDF) und dem Bund der Forstleute (BdF) in der ehemaligen DDR wurde in Fulda vollzogen. Die Landesverbände Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen des BdF sowie der Bund Sächsischer Forstleute wurden in die Gemeinschaft des Bundes Deutscher Forstleute aufgenommen. Der gesamtdeutsche BDF war nun mit rd. 10.000 Mitgliedern der stärkste Berufsverband für Forstbeamte und Angestellte.

Vorausgegangen waren am Vortag getrennte Vorstandssitzungen und Beratungen der außerordentlichen Delegiertenversammlungen, in denen die satzungsgemäß erforderlichen Beschlüsse verabschiedet wurden. Erarbeitet wurde u.a. ein Positionspapier zur "Organisation der Forstverwaltungen in den fünf neuen Ländern".

In einer öffentlichen Festveranstaltung würdigte der damalige BDF-Bundesvorsitzende Klaus Heil den Zusammenschluss als einen "bewegenden, großen, ja man darf sagen, einen historischen Augenblick in der Geschichte unseres Berufsverbandes".

Einen besonderen Willkommensgruß richtete Klaus Heil an die Delegierten aus den neuen Bundesländern mit ihren jeweiligen Landesvorsitzenden Hauenschild/Brandenburg, Mauersberger/Sachsen, Wenzel/Sachsen-Anhalt, Goldberg/Mecklenburg-Vorpommern, Brüggemann/Thüringen und an den Präsidenten des ehemaligen DDR-Verbandes, Walter Avemarg. Heil würdigte den engagierten Einsatz und den Mut der Kollegen, die es freiwillig auf sich genommen haben, trotz der häufigen Sorge um die eigene berufliche Zukunft, in einem Berufsverband Verantwortung für die Forstleute und für den Wald zu übernehmen.

Die Gäste- und Rednerliste der Veranstaltung zeugte von der Bedeutung dieses Tages, auch über den forstlichen Raum hinaus. So konnten begrüßt werden die Vertreter der Fraktionen des Deutschen Bundestages, u.a. Dr. Alfred Dregger, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, des Magistrats der Stadt Fulda, der Leiter  der Abeilung Forst- und Holzwirtschaft im BML, MDgt. Dr. Paul Breloh, der Leiter der Hessischen Landesforstverwaltung, MDgt. Dr. Wolfgang Dertz und der stellvertretende Bundesvorsitzende des DBB, Heinz Ossenkamp.

Am Ende dieser für unseren Berufsverband bedeutsamen zwei Tage in Fulda wurde allen Teilnehmern eine Kerze mit dem BDF-Eichenblatt, dem Datum und dem Wappen der Stadt Fulda als Erinnerung mit auf den Weg gegeben.


 

Stand: 29. Mai 2018