BDFaktuell 09 / 2015

BDFaktuell 09 / 2015
Gespräch des BDF- Landesvorstandes Hessen mit der Landesbetriebsleitung Hessen- Forst

von Sigrun Brell

Am 22.6.2015 fand ein Gespräch zwischen dem Vorstand des BDF-Hessen und der Landesbetriebsleitung in Kassel statt. Der Vorsitzende Dr. Gero Hütte und die Stellvertretende Vorsitzende Sigrun Brell hatten etliche Themen mitgebracht, um sie mit dem Landesbetriebsleiter Michael Gerst und dem Abteilungsleiter Personal Hans-Dieter Treffenstädt zu besprechen.

v.l.n.r.: Dr. Gero Hütte von Essen, Hans Dieter Treffenstädt, Michael Gerst, Sigrun Brell
Foto: Sigrun Brell
Ein Thema, welchem dem BDF auf den Nägeln brannte,  war die nicht automatische Übernahme der diesjährigen Referendare nach Note. Die Landesbetriebsleitung (LBL)  legte dar, dass die Prüfungsergebnisse ihr keine ausreichende Entscheidungsgrundlage gegeben habe. Darüber hinaus sei Ausbildung und Prüfung Sache des Ministeriums während die Einstellung in den Landesdienst vom Arbeitsmarkt durch den Landesbetrieb erfolgt. Die Referendare würden zukünftig darauf hingewiesen, dass es keinen „Einstellungsautomatismus“ gebe. Der BDF legt nochmals seine Position dar, die bereits im offenen Brief beschrieben war. Er kündigt an, dass auch bei einem Gespräch mit der Ministerin dieser Punkt nochmals Thema sein wird mit dem Ziel, den Referendaren eine bessere Verlässlichkeit zu garantieren . Zur zukünftigen Einstellungssituation äußerte die LBL, dass zwar weiterhin 10 Referendare ausgebildet werden sollen, der rechnerische jährliche Bedarf aber derzeit nur bei 3,5 Einstellungen im höheren Dienst läge. Der BDF wird genau beobachten, ob die HPR-Vereinbarung eingehalten wird, die mindestens 5 Einstellungen pro Jahr bis 2025 vorsieht.

Ein weiteres wichtiges Thema für den BDF war die Aussage der LBL, dass zukünftig keine Ausbildung mehr im Verwaltungsfachangestelltenbereich angeboten wird. Der BDF legte seine Auffassung dar, dass Hessen-Forst weiterhin in diesem Bereich Kompetenz zeigen soll und führte dazu mehrere Gründe an. Die LBL möchte die Haushaltsmittel in die Ausbildung der Kernbeschäftigungen Forst stecken, bei denen Hessen-Forst ein „Ausbildungsmonopol“ hat. Im Jahr 2015 können zwei  unbefristete Arbeitsverträge begründet werden. Für zehn Forstwirte wird es einen Zeitvertrag geben, der in Dauerbeschäftigung bei Bewerbungen auf freie Stellen umgewandelt werden kann.

Die LBL weist darauf hin, dass die in der HPR-Vereinbarung stehenden Zielzahlen korrigiert werden, wenn Aufgaben wegfallen/hinzukommen. Wegfallen werden z.B. die FFH-Maßnahmenplanungen. An den Aufgabengebieten Naturschutz/Waldpädagogik/Privatwald soll grundsätzlich festgehalten werden, allerdings werden derzeit Konzepte über eine Neuausrichtung entwickelt. Auf Näheres ging die LBL nicht ein. Dass die Zahl der ausscheidenden Mitarbeiter derzeit deutlich höher liegt als die ursprünglichen Prognosen sieht die LBL als unproblematisch an, weil ein genügender Personalpuffer bereits aufgebaut sei.

Die LBL legt nochmals dar, dass ganz bewusst die Ergebnisse der KVP-Teams nicht automatisch anderen Forstämtern zur Verfügung gestellt werden. Der Ansatz dabei sei, dass jeder Mitarbeiter/in die Funktionsweise einer „lernenden“ Organisation verinnerlichen soll.
Der BDF-Vorstand bedankte sich bei den Herren Gerst und Treffenstädt für das offene und konstruktive Gespräch.

BDFaktuell 09 / 2015
Rückblick zum 10. Seniorentreffen des BDF-Hessen im Mai 2015 in Gelnhausen

von Michel Küthe

Alter jüdischer Friedhof)
Foto: Michel Küthe

Wiederum waren es 21 Teilnehmer, die sich am 13. Mai zum jährlichen Seniorentreffen am Parkplatz „Uferweg“ nahe des alten jüdischen Friedhofes in Gelnhausen trafen.

Nach der Begrüßung durch Herrn Küthe begann um 10.30 Uhr die Stadtführung am Rathaus mit Frau Marinette Chauvel-Lemmer, die gekonnt mit einem kleinen französischen Akzent auf die geschichtlichen und kulturellen Besonderheiten aufmerksam machte. Insbesondere bei der Marienkirche wies sie immer wieder auf die Ähnlichkeiten zu französischen Bauwerken hin und vermutete, dass auch hier Baumeister aus Frankreich tätig waren. Es war keine Führung der oft üblichen Art (hier sehen sie, …), sondern Frau Chauvel-Lemmer erläuterte die geschichtlichen Hintergründe aus der damaligen Zeit heraus und bot besonders seltene und schöne Einblicke in die Gassen von Gelnhausen.

Blick von der Stadtmauer auf die Marienkirche
Foto: Michel Küthe

Gegen 12.00 Uhr fanden wir uns im Gasthaus „Zur Post“ ein, wo wir schon zum Mittagessen erwartet wurden. Nach einer ausgiebigen Mittagspause ging es dann weiter auf geschichtlichen Spuren, jetzt kam die allerhöchste kaiserliche Reichsgewalt zu Tage.

Gruppenbild zum Abschluß v.l.n.r.: Herr Wagner, Frau Wagner, Herr Honndorf, Herr Kufner, Herr Heidrich, Herr Semm, Frau Semm, Herr Steinbrenner, hinten: Herr Petzsche und Frau Petzsche, vorne: Herr Dr. Kalbhenn, Frau Jeppe, Herr Jeppe, Frau Paul, Frau Freudenstein, Herr Freudenstein, Frau Heiß, Herr Köhler, Herr Küthe, Herr Lorch und Herr Paul
Foto: Michel Küthe

In Gelnhausen finden sich noch heute die umfangreichsten Reste einer Barbarossapfalz, die auf Eichenpfählen an der Kinzig begündet und von ihr umflossen und geschützt wurde. Nach umfangreichen modernen Grundwasserveränderungen steht ein Teil der Mauern heute etwas trockener auf schrägen Füßen. Die Bedeutung der Pfalz zeigte sich in mehreren Reichstagen, die zu wichtigen politischen Entscheidungen führten, so z.B. auch die Entmachtung von Heinrich dem Löwen, einem Vetter und dennoch größtem Widersacher Barbarossas.

Mit einem abschließenden Kaffeetrinken endete das Treffen, es bestand neben dem interessanten Programm auch reichlich Gelegenheit zu gemütlichen Gesprächen. Alle Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr das voraussichtlich von Kollegen aus Nordhessen in Fritzlar organisiert werden soll. Der genaue Termin im Mai 2016 wird rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Stand: 29. Mai 2018