BDFaktuell 07-08 / 2014

BDFaktuell 07-08 / 2014
Landesjugendtag des BDF Hessen in Hanau-Wolfgang

Forststudium und dann?
Download Ländervergleich

von Imre Seif und David Menke

Am 23. und 24. Mai trafen sich im Jugendwaldheim Hasselroth-Niedermittlau im Forstamt Hanau-Wolfgang die Jungen Leute des BDF Hessen.  Dort begrüßte uns Lucia Trabert vom  Jugendwaldheim und zeigte uns die Schlaf- und Aufenthaltsräume für die nächsten zwei Tage.

Neben acht Försterinnen und Förstern hatten sich auch drei Gäste der dbb-Jugend am Jugendwaldheim eingefunden.

Anschließend  fuhren wir gemeinsam zum Forstamt, wo uns Sigrun Brell - stellvertretende Vorsitzende des BDF Hessen und BLDH im Forstamt Hanau-Wolfgang - erwartete. Sie erklärte uns die Besonderheiten des stadtnahen Forstamts mit seinen Nebenbetrieben.

Vor dem Jugendwaldheim
Foto: Christian Lembke

Danach wurde uns die Möglichkeit geboten, im Revier Neuwirtshaus bei Herrn Volker Ahrend auf Ansitz zu gehen. Nachdem er jedem von uns einen Hochsitz zugewiesen hatte, konnten wir bei herrlich sonnigem Wetter den Anblick von Damwild genießen. Der Freigabe entsprechendes Wild kam keinem vor die Büchse. Besonders begeistert waren die „Nicht-Förster“ unter uns.
Den Jagdabend ließen wir an der Feuerstelle des Jugendwaldheims bei Wild-Würstchen und kühlen Getränken ausklingen. Das gemütliche Beisammensein war geprägt vom fachlichen und berufspolitischen Austausch, insbesondere zu dem Thema „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“.

Nach einem deftigen Frühstück am nächsten Morgen lud uns Lucia Trabert zur „Waldolympiade“ ein. Mit dieser waldpädagogischen Veranstaltung zeigte sie uns, mit welchen Aktivitäten Kinder für den Wald begeistert werden können. Eine Kombination von Spiel und Bewegung mit indirekter Wissensvermittlung ist der Schlüssel zum Erfolg. Beispielsweise erfahren die Kinder etwas über die Photosynthese der grünen Pflanzen, indem sie bei einem Staffellauf Wasser und Traubenzucker mit einem Esslöffel zum Ziel bringen müssen.

Waldolympiade mit viel Spaß
Foto:Christian Lembke

Nach der  Waldolympiade fuhren wir zum Forstamt, um unter der Leitung von Sigrun Brell die Samendarre des Forstamts zu besichtigen. Hier werden die Samen der Forstpflanzen für den hessischen Staatswald nach samenreichen Jahren aufbereitet, eingelagert  und seltene Herkünfte gesichert.

Bei der anschließenden Besichtigung des forstamtseigenen Waldladens deckten sich viele Teilnehmer/Innen mit Wildspezialitäten ein.

Im Garten des Forstamts versorgte uns Sigrun Brell zur Mittagszeit mit selbstgemachtem Chili con carne. Gut gesättigt starteten wir in Richtung Wildpark „Alte Fasanerie“ in Hanau Klein-Auheim. Durch Sigrun Brell erfuhren wir dabei Wissenswertes über das Management eines solchen Nebenbetriebs.

Der Landesjugendtag bereitete allen viel Freude. Mit neuen Eindrücken und neuem Wissen traten wir die Heimreise an.

Wir möchten uns ganz herzlich für die schöne Zeit im Jugendwaldheim Hasselroth-Niedermittlau und im Forstamt Hanau-Wolfgang bei Sigrun Brell, Lucia Trabert,  Volker Ahrend und natürlich allen Teilnehmern bedanken.

Eure Landesjugendleitung vom BDF Hessen

BDFaktuell 07-08 / 2014
Rückblick zum Seniorentreffen im Mai

von Michel Küthe

 
Der Auerhahnstein in Abt. 319
Foto: Michel Küthe

Pünktlich trafen die 21 Teilnehmer am 8. Mai an der Stadthalle in Alsfeld ein. Nach der Begrüßung durch Herrn Küthe begann um 10.00 Uhr die Stadtführung mit Frau Westrupp vom „Tourist Center Alsfeld“. Die Führung begann am Treffpunkt Stadthalle und endete gegen 12.00 Uhr am Hotel Klingelhöfer, wo wir ein köstliches Mittagessen einnahmen. Besonders zu begrüßen war Frau Heiß, die Witwe des ehemaligen Revierleiters Herrmann Heiß, der mit seiner Arbeit über das Auerwild in Grebenau den Anstoß für das Programm des Nachmittags gab.

Nach der Mittagspause wurde es dann doch noch etwas spannender. Wir fuhren mit allen Autos zur Hardtmühle und von dort in Fahrgemeinschaften zu unserem Ziel, den Auerhahnsteinen im ehemaligen Forstamt Grebenau.

Drei „Auerhahnjagdsteine“ wollten wir mit einem kurzen Rundweg besichtigen. Der erste Stein in der Abt. 162, der leider total von Flechten überwachsen ist, wurde zu Ehren von Großherzog Ludwig III. von Hessen-Darmstadt aufgestellt. Aber gerade dieser Stein birgt noch manch Geheimnis, da viele Jahreszahlen nicht mehr erkennbar sind. 18 Abschüsse soll der Stein nachweisen, von denen wohl die Hälfte dem Großherzog in den Jahren 1858, 1862, 1869 und 1870 zugeordnet werden können. Hier ist noch etwas Nacharbeit nötig, um die restlichen Geheimnisse dieses Steines zu ergründen.

 
Interessante Informationen, gespannte Zuhörer
Foto: Rolf Steinbrenner
 
Gruppenfoto: (von links nach rechts: Frau Köhler, Herr Hupfeld, Herr Heidrich, Frau Hupfeld, Herr Friese, Frau Heiß, Herr Jeppe, Herr Dr. Kalbhenn, Frau Stahl, Herr Kuffner, Frau Semm, Herr Corell, Herr Semm, Herr Köhler, Frau Petzsche, Herr Petzsche, Herr Lorch, Herr Steinbrenner, Herr Wagner und Herr Stahl)
Foto:: Michel Küthe

Weiter ging es zur Abt. 314 wo ein Stein die Initialen H v P (Prinz Heinrich von Preußen, ein Bruder von Kaiser Wilhelm II.) und drei Jahreszahlen (1891, 1896 und 1900) mit insgesamt 4 Abschüssen belegt.

Der schönste Stein steht in der Abt. 319, ein Stein mit dem Monogramm EL und den Jahreszahlen 1889 und 1901 die auf den Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt weisen. Die Abschüsse sind durch kleine Querstriche neben den Jahreszahlen zuzuordnen.

Mit einem ausdrucksvollen Gruppenbild an diesem schönen Auerhahnstein endete die Exkursion, wir fuhren zurück zur Hardtmühle und ließen den schönen Tag bei Kaffee und Kuchen gemütlich ausklingen. Herr Dr. Kalbhenn bedankte sich für gute Organisation, alle Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

 

 

Stand: 29. Mai 2018