BDFaktuell 06 / 2014

BDFaktuell 06 / 2014
Das Jahr 2013 - ein Rückblick

von Dr. Gero Hütte-von Essen

Der Mitgliederzuwachs der vergangenen Jahre hält an. Auch 2013 wuchs der BDF-Hessen wieder um fast 10%. Der Mitgliederzuwachs bringt es mit sich, dass trotz intensiver Aktivitäten der Beitrag stabil bleiben kann.

Gründe für die Beitritte sind:

Der BDF steht zu seinen Mitgliedern und gibt der Kollegenschaft eine Stimme. Wer sich zum BDF bekennt, kann stolz darauf sein und den Kollegen gerade in die Augen blicken.
Wir im BDF stehen zusammen. Wir bilden das Team, das andere fordern. Wir sind mehr als eine Gewerkschaft – wir fördern unseren Berufsstand insgesamt und wir leben die Kameradschaft.

Keiner wird alleine gelassen – seien es die Neuen, die in den Kollegenkreis integriert werden wollen, seien es die ungerecht Behandelten, die den kostenlosen Rechtsschutz vom ersten Tag der Mitgliedschaft an in Anspruch nehmen können, seien es diejenigen, die über das BDF-Sozialwerk abgesichert sind.

Der BDF lebt und jeder kann mitgestalten.

Einige der Aktionen des vergangenen Jahres sind: Diverse Veranstaltungen mit Anwärtern und Referendaren, der Landesjugendtag, die Prüfungssimulation für Anwärter, die Seniorenexkursion, Aktionen zur Gleichstellung von Angestellten und Beamten, Verhandlungen zur Entgeltordnung zusammen mit der IG-BAU, Alsfelder Resolution gegen Frühlieferungen von Laubstarkholz, Wahlprüfsteine zur Landtagswahl, Kooperation mit dem Bundesvorstand des BDF und dem DBB, Stellungnahme zur neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung, regelmäßige und aktuelle Information der Mitglieder über bdf-info und bdf-aktuell, intensiver Rechtsschutz, aktive Personalratsarbeit.

Diese Fülle an Aktivitäten ist nur mit einem gut kooperierenden Vorstandsteam zu bewältigen. Der Dank, der dem Vorstandsteam bei der Jahreshauptversammlung ausgesprochen wurde, ist mehr als berechtigt. Die Harmonie im Vorstandsteam veranlasste fast den gesamten Vorstand, erneut zu kandidieren. Bleibt zu hoffen, dass der Erfolg dem BDF-Hessen auch mit dem neuen alten Vorstand weiterhin hold bleibt.

BDFaktuell 06 / 2014
Ergebnisbericht zum offenen Teil der JHV 2014

von Sebastian Gräf

Aufgrund der erfreulichen Mitgliederentwicklung durch den vermehrten Beitritt junger Förster in den BDF Hessen in den letzten 3 Jahren, hat sich der Landesverband dazu entschieden, die JHV 2014 unter das Motto „Fit für die Zukunft – BDF 2.0“ zu stellen.

Passend zur Neuwahl des Vorstandes sollte durch die Mitarbeit der anwesenden Forstleute ein Handlungsprogramm für den Vorstand entwickelt werden. Neben allgemeinen Themen stand dabei schwerpunktmäßig die Situation junger Forstleute im Vordergrund.

Um die vielen Ideen und Wünsche bündeln zu können und um aus Gedanken klare Ziele abzuleiten, wurde die Moderationsform „OpenSpace“ gewählt. Dazu dürfen alle Diskussionsteilnehmer ihre Themenwünsche, Sorgen oder Verbesserungsvorschläge in einer Ersten Runde aufschreiben und an einer Pinnwand sammeln. Danach werden die Themen zu Themengruppen zusammengefasst. In „offenen“ Diskussionsrunden werden nun diese Themenkomplexe besprochen. Jeder darf seinen Gedanken freien Lauf lassen. Aus den Gesprächen untereinander sollen sich konkrete Lösungsstrategien ergeben. Ein Gruppenleiter sammelt die Ergebnisse. Zum Schluss werden die Ergebnisse nochmals in großer Runde vorgestellt.

Als Schwerpunktthemen für die Verbandsarbeit der nächsten Jahre haben sich dabei vor allem die folgenden Themenkomplexe herauskristallisiert:

  • Dialog mit Hessen-Forst suchen
  • Netzwerke ausbauen und pflegen
  • Leistungsgerechte Entlohnung, insbesondere der forstlichen Angestellten
  • Perspektiven in der forstlichen Ausbildung (Kann Interne Ausbildung die Nachwuchsprobleme lösen?)
  • FSC (Chance oder Eigentor?)
  • Mitgliederwerbung/Generationswechsel
  • Bessere Öffentlichkeitsarbeit (Förster sind die Waldexperten!)

Mit großer Freude hat der Vorstand die Diskussionsfreude aller Anwesenden aufgenommen. Besonders den Förstern mit Lebenserfahrung (oder wie soll man heute Förster über dem Altersdurchschnitt, und der liegt beim BDF nicht bei 18, noch diskriminierungsfrei nennen?) sei für Ihr Engagement gedankt. Denn auch in dem Einsatz für den forstlichen Nachwuchs sind Förster auf Nachhaltigkeit getrimmt. Selbst wenn dies bei der Personalpolitik so mancher Forstverwaltung bis vor ein paar Jahren fast vergessen schien!

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Glosse „Kostenfaktor Beamte“

von Denis Bonmot
(Name der Redaktion bekannt)

Kürzlich ist in der Presse ein Artikel zum Regionalflughafen Kassel-Calden erschienen. Nach der Lektüre des Berichtes über dieses politisch und wirtschaftlich bisher total misslungene Projekt kam ich ins Grübeln und habe mir meine eigenen Gedanken über die Logik unserer politischen Haushaltsplanung im Lande Hessen gemacht.

Ich dachte mir, wie schön zu wissen und zu lesen, dass bei der Totgeburt Regionalflughafen Kassel-Calden im Jahr 2020 eine schwarze Null erzielt werden soll. Aufgrund der vielen Nullen, die an diesem Projekt offenbar mitgewirkt haben, darf man das aber mit einiger Berechtigung bezweifeln!

Die Bürger des Landes Hessen können trotzdem beruhigt sein, wenn auch die Baukosten gerade einmal so eben um 120 Mio. Euro überzogen wurden und jährlich nur "geringe" Millionenverluste zu erwarten sind (im letzten Jahr mickrige 8 Mio. Euro). Denn Hessen hat einen mutigen Finanzminister mit tapferen schwarz-grünen Knappen an seiner Seite, die das Geld flugs bei den Beamten wieder hereinholen wollen. Wenn bei unsinnigen Projekten schon geklotzt wird, muss eben bei den Beamten eine Nulldiät verordnet werden. Ist doch klar, hinterher soll ja auch keiner der Regierung oder dem Finanzmister eine krankhafte Neigung zu fiskalischer Fettleibigkeit vorwerfen.

Es brechen rosige Zeiten für unser Staatswesen an? Diejenigen, die sich mit viel persönlichem Engagement, demokratischer Überzeugung und gemeinwohlorientiert nach dem Kant'schen Imperativ als Vollblut-Beamte für unser Gemeinwesen einsetzen, werden bei Bedarf zur Kühlung des eigenen populistischen Mütchens von den politischen Beamten abgewatscht und hinterher noch zur billigen Demonstration eisernen Sparwillens missbraucht.

Es wird langsam Zeit, einmal darüber nachzudenken, von wem Service für die Öffentlichkeit erbracht wird und wer nur öffentlich abserviert.

Nachdenkliche Grüße

 

 

Stand: 29. Mai 2018