BDFaktuell 04 / 2012

Lesen Sie das Interview mit unseren Jugend-Beauftragten, Herrn Christoph Schulz (April 2012)

BDFaktuell 04 / 2012
Gemeinsam für die Mitarbeiter

Am 17. Februar trafen sich Vertreter des BDF Hessen und der IG BAU Hessen zu einem Informationsaustausch in Gießen. Anlass des Partnerschaftsgesprächs war der offene Brief des BDF Hessen bezüglich des PE-Konzepts Waldarbeit. Neben dem Austausch zu den in dem offenen Brief gestellten Fragen, wurde auch über mögliche Kooperationsmöglichkeiten im Sinne der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gesprochen..

Vonseiten der IG BAU nahmen der Vorsitzende Volker Diefenbach, Herr Otto Naumann, Frau Claudia Mäverssund Herr Volker Göbel an dem Gespräch teil, vonseiten des BDF der Vorsitzende Dr. Gero Hütte-von Essen und Frau Sigrun Brell..

Herr Diefenbach äußerte Verständnis dafür, dass das aus den Tarifverhandlungen zum TV-Forst entstandene PE-Konzept beim BDF zu offenen Fragen geführt hat. Es besteht volle Übereinstimmung zwischen den Verbänden, dass das Einheitsforstamt erhalten und das gesamte Spektrum der multifunktionalen Leistungen des Waldes abgedeckt werden soll..

Weiterhin führte Herr Diefenbach aus, dass es das Ziel der IG BAU ist, eingebettet in das Konzept „Team statt Hierarchie" mittelfristig die Hierarchiestufen zu durchbrechen. Die Vertreter des BDFs äußerten die Bedenken, dass die Gefahr eines Lohndumpings bestehe, wenn Forstwirtschaftsmeister mit Revierleiter- und Funktionsmitarbeiteraufgaben beauftragt würden. Diese Bedenken werden von den Vertretern der IG BAU geteilt, zumal diesbezüglich das Tarifproblem besteht, dass Forstwirtschaftsmeister zz. maximal in EG 8 eingruppiert werden können. Der IG BAU gehe es in dieser Sache - wie auch bei der Problematik ausgesetzter Verbe-amtungg- vorrangig um den Grundsatz: „Gleiches Geld für gleiche Arbeit"..

Die Position des BDFs, das Reviersystem zu erhalten, wird von der IG BAU geteilt. Aus der zukünftig von einigen erwarteten Reviervergrößerung heraus vertritt die IG BAU die Meinung, dass jedes Revier mit einem Team aus 2 Personen zu leiten ist: einem Förster und einem Forstwirtschaftsmeister. Das größte Problem überlasteter Förster sei das Gefühl „alleingelassen zu sein". Die erhöhte Zahl der Forstwirtschaftsmeister würde durch eine Verminderung der Forstwirte und auch der Revierleiter bei entsprechend vergrößerten Revieren kostenneutral gestaltet. Die Forstwirte hätten durch diese Weiterentwicklung und auch durch den verstärkten Einsatz in dispositiven Tätigkeiten die Möglichkeit, aus der Konkurrenz zur Maschine herauszukommen. Die Forstwirtschaftsmeister seien als Bindeglied zwischen den Beschäftigtengruppen zu sehen..

Der Teamgedanke ist nach den Vorstellungen der IG BAU sowohl im Staats- als auch im Körperschaftsund Privatwald in gleicher Weise umzusetzen. Insgesamt geht die IG BAU davon aus, dass sich am Strukturkonzept 2005 in naher Zukunft einiges ändern wird. Dazu gehören die „Tandemzuständigkeit" bezüglich der Revierleitung, veränderte Reviergrößen usw..

Der BDF Hessen sieht in der derzeitigen erfolgreichen Situation des Landesbetriebs Hessen-Forst weder einen Kostendruck noch die mangelnde Möglichkeit der Nachwuchsgewinnung - bei ausreichend attraktiven Arbeitsplätzen. Deshalb ist es gerade in der jetzigen Zeit unnötig, den Status quo infrage zu stellen bzw. den Schrumpfungsprozess fortzusetzen..

Die Gesprächspartner vereinbaren unter dem Motto „Forstwirtschaft - Boomende Branche" als erstes Kooperationsprojekt die Leistung der Mitarbeiter am Erfolg der Forstwirtschaft in Hessen öffentlichkeitswirksam darzustellen..

Der Vorsitzende des BDF Hessen, Dr. Gero Hütte, bedankte sich bei den Vertretern der IG BAU für das angenehme und offene Gespräch. Eine Vertiefung der Kooperation zwischen den beiden Berufsverbänden ist zum Wohle der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im beiderseitigen Interesse. Anlässlich der Jahreshauptversammlung des BDF Hessen am 21.03.2012 sah man sich wieder..

BDF Hessen: „60 Jahre Försterausbildung in Schotten"

BDFaktuell 04 / 2012
BDF Hessen: „60 Jahre Försterausbildung in Schotten""

von Michael Küthehe

In diesem Jahr jährt es sich zum 90. Male, dass erstmals junge Forstleute in dem kleinenn VogelsbergstädtchenSchotten mit ihrer Ausbildung zum Revierförster begannen. Am 24. März 1922 fand der erste Unterrieht für 18 junge Männer aus dem Volksstaat Hessen (Darmstadt) unter Leitung des weit über Hessen hinaus bekannten Forstprofessors Dr. Baader statt. Bald hatte diese kleine Försterschule einen sehr guten Ruf über Hessen hinaus. Es kamen in den folgenden Jahren auch viele Forstschüler aus anderen Ländern in denn Vogelsberg. 1939 wurde der Betrieb der Försterschule in Schotten wegen des beginnenden 2. Weltkrieges eingestellt. Danach wurden bis 1945 nur noch Waldarbeiter in Schotten ausgebildet.

Am 29. April 1946 wurde die Forstschule als Landesforstschule für das neu gebildete Land Hessen wieder in Betrieb genommen. Starke Jahrgänge bis zu 80 Schülern absolvierten zunächst eine verkürzte Ausbildung, denn der Bedarf an Förstern war durch die Kriegsjahre (keine Ausbildung und ca. 60 gefallene oder vermisste, alleine von denen in Schotten bis 1939 ausgebildeten Förstern) sehr groß. Erst in den folgenden Jahren konnte die Ausbildungszeit wieder verlängert werden und endete 1982 mit einer 2 1/2-jährigen Ausbildungszeit.

Die Geschichte dieser bedeutenden hessischen forstlichen Ausbildungsstätte wird in einem Buch mit 200 Seiten über den gesamten Zeit- raum bearbeitet. Es enthält einen geschichtlichen Überblick der Forstschule von 1922 bis 1982, 50 Jahrgangsbilder mit den Namen der darauf abgebildeten Personen, eine Ehrentafel für die im 2. Weltkrieg gefallenen Förster und ein vollständiges Namensregister aller 2.000 Forstschüler einschl. des mittleren Dienstes. Es ist eine Erinnerung und eine Fundgrube für alle hessischen Förster.

Das Buch kann zum Preise von 10,00 Euro (incl. Versandkosten) über die Geschäftsstelle des BDF-Landesverbandes Hessen, Herrn Gerhard Kunze, Am Raabgarten 4, 36304 Alssfeld (E-Mail: info@bdf-hessen.de) bezogen werden.

BDFaktuell 04 / 2012
Programm Seniorentreff in Dillenburg, 10.5.2012

Der BDF-Landesverband Hessen lädt auch in diesem Jahr seine älteren Mitglieder (Pensionäre und die Kollegen, die bereits das 60. Lebensjahr erreicht haben) und deren Ehefrauen, bzw. Lebenspartnerinnen zu einem interessanten Tagesprogramm ein.

Nach unserem vorjährigen Treffen in Hann. Münden wollen wir uns in diesem Jahr am 10. Mai 2012 um 9.45 Uhr auf Einladung von Bernhard Kreusler in der Oranierstadt Dillenburg treffen, die auch eine alte forstliche Tradition hat. Georg-Ludwig Har-tig arbeitete hier von 1797 bis 1806 als Forsteinrichter und betrieb eine erste Forstschule.

Programm:

  •  09.45 Uhr: Treffen auf dem Parkplatz (Reitplatz) gegenüber dem Landesgestüt in der Wilhelmstraße in Dillenburg zu einer ca. 1,5-stün-digen Führung durch das Gestüt.
  •  12.00-14.00 Uhr: Mittagessen (voraussichtlich in zünftiger Umgebung einer Waldhütte).
  •  14.00 Uhr: Besuch der ehemaligen Roteisengrube Ypsilanta mit einer Führung durch Herrn Joachim Hartmann. Der Bergwerkstollen führt ebenerdig (auch für Ältere leicht begehbar) ca. 100 Meter in den Berg.
  •  15.30 Uhr: Gemeinsames Kaffeetrinken und gemütlicher Ausklang.

Sie finden das Landesgestüt in Dillenburg:

  •  A 45 Gießen - Dortmund, Abfahrt Herborn Süd (27) auf die B 277 bis Dillenburg. Sie kommen auf der Frankfurter Straße nach Dillenburg und biegen (Beschilderung Landesgestüt) links in die Jahnstraße ab, dann erste Straße rechts in die Wilhelmstraße.
  •  A 45 Gießen - Dortmund, Abfahrt Dillenburg (25) die B 277 Richtg. Herborn bis Dillenburg. Nach dem Schlossbergtunnel fahren Sie in Richtung Herborn / Wetzlar auf der Frankfurter Straße und biegen (Beschilderung Landesgestüt) rechts in die Jahnstraße ab, dann die erste Straße rechts in die Wilhelmstraße.

Die Kosten für die Führungen werden auch in diesem Jahr vom BDF-Landesverband Hessen übernommen.

Anmeldungen bitte bis spätestens 1. Mai. 2012, besser sofort an:
Michel Küthe, Laufdorfer Straße 3, 35619 Braunfels-Bonbaden, Telefon: 06442-23880, Mail: Kuethe.M@bdf-hessen.de.

 

 

Stand: 29. Mai 2018