BDFaktuell 01 / 2012

BDFaktuell 01 / 2012
„ Uns're Leut' “ im Gesamtpersonalrat           Information  zur Personalratswahl 2012

von Dr. Manfred Johann 

Es gibt Menschen bei Hessen-Forst, die sich über das normale Maß hinaus für die Kolleginnen und Kollegen einsetzen und denen es nicht egal ist, wohin die Reise geht und wo die/der Einzelne dabei bleibt. Hierzu zählen unsere Kollegen im Gesamtpersonalrat, die ihre Möglichkeiten nutzen wollen, um Einfluss zu nehmen auf Fragen zur Personalpolitik und die betrieblichen Entwicklungen: von ihnen soll hier berichtet werden.

Da ist beispielsweise Jens Helberg (51), verheiratet: nach seiner Zeitsoldat-Phase bei der Bundeswehr studierte er an der FH in Göttingen, war Anwärter in Hessen und nach seinem Einstieg als Funktionsbeamter in Hessisch-Lichtenau und Gahrenberg ist er seit 2002 als Revierleiter im Forstamt Reinhardshagen tätig. Ganz nebenher engagierte er sich in der BDF-Jugend, der Bezirksgruppe in Kassel und ist seit Jahren stellvertretender Landesvorsitzender. Seit 2001 ist er Beamtenvertreter im GPR des Landesbetriebes. Sein ganz besonderes Interesse gilt der Zukunft der Betriebsstruktur, einem funktionierenden Beschwerdewesen, das allen Beteiligten hilft, das Gesicht zu wahren und vor allem der Einstellung von Nachwuchskräften; hierzu begleitet er kritisch und aufmerksam die Auswahlverfahren.

Für Stefan Rickert (52) ist es neben seiner Familie, dem Beruf und den Hobbies wie Musik und Wandern selbstverständlich, auch noch für die berufsständische Arbeit Zeit aufzubringen. Sein beruflicher Weg war geprägt von seiner Zeit beim RP Darmstadt, als stv. Forstamtsleiter beim Forstamt Babenhausen und seit 2005 als Bereichsleiter „Dienstleistung und Hoheit“ beim Forstamt Dieburg. Von Anfang an hat er sich im Berufsverband und diversen Personalräten engagiert (Bezirksvorsitzender, Bezirkspersonalrat, GPR). Sein Motto: „Resignieren und innerlich zu verbluten nützt nichts. Im GPR hat man die Chance, aus der Praxis heraus die Dinge direkt an den Mann/Frau zu bringen und die muss genutzt werden“. Die weitere Entwicklung des Landesbetriebes in der Struktur der Beschäftigtengruppen, die Belastungssituation der Mitarbeiterschaft und Gerechtigkeit bei Personalentscheidungen liegen ihm besonders am Herzen. „Vor allem müssen wir darauf achten, dass nicht alles betrieblichen Zwängen untergeordnet und das Wort multifunktionale Forstwirtschaft zur Worthülse wird.“ so Stefan Rickert.

Als Vertreter der Arbeitnehmer engagiert sich Wolfgang Lorenz (54) seit 2008 im GPR, zuvor bereits drei Jahre als Beamtenvertreter. Der dreifache Familienvater wurde nach Studium in Göttingen und dem Vorbereitungsdienst 1984 als Funktionsbeamter im damaligen Forstamt Alsfeld übernommen. Nach 18 Jahren Revierleitung, zuletzt im Forstamt Romrod, wechselte er 2005 zur IT-Abteilung der Landesbetriebsleitung. Besonders wichtig sind ihm die Verbesserung der Arbeitssituation aller Beschäftigtengruppen und in Anbetracht der Altersverteilung im Betrieb die Gewinnung und Neueinstellung von Nachwuchskräften. Grundsätzlich sollten für ihn aus dem GPR heraus die Vorhaben der Landesbetriebsleitung kritisch und mit konstruktiven eigenen Vorschlägen begleitet werden, um gesamtbetrieblich das Optimum zu erreichen. Die Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Ausschüssen gehören daher neben den regulären Sitzungen zum normalen Programm.

 Unterstützt werden unsere „Hauptamtlichen“ von Reinhard Vollmer (54, Sachbearbeiter „Naturschutz“ in Wolfhagen) als ständigem Vertreter des BDF-Hessen sowie Albin Happel (50, Sachbearbeiter „Ornithologie“ beim „Servicezentrum Forsteinrichtung und Naturschutz“, der FENA) und Gerd Kunze (56, Sachbearbeiter „Bioenergie“ in Romrod sowie Hessentags-Beauftragter) als direkte Stellvertreter.

Erfreulich ist, dass bei unserem Team keine berufliche Aufgabe zweimal vorkommt: die unterschiedlichen Verwendungen vermeiden Einseitigkeit bei der Interessenvertretung und garantieren, dass weite berufliche Erfahrungsbereiche bei Hessen-Forst abgedeckt werden.

Was allerdings allen Aktiven auf den Nägeln brennt, ist die verräterische „5“ bei den Altersangaben, ein deutlicher Hinweis, dass ihr beruflicher Werdegang noch in der Forstverwaltung begann. So steht bei allen Befragten an oberster Stelle der Wunschliste, dass sich vor allem der Nachwuchs, Frauen wie Männer, in allernächster Zukunft in allen Bereichen der berufsständischen Interessenwahrung und –vertretung engagieren möge. 

Link zur GPR-Information

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Neuerscheinung

Wie bereits angekündigt, wird der BDF-Hessen im Frühjahr 2012 das Buch „60 Jahre Försterausbildung (1922-1982) in Schotten“ herausbringen. Neben allgemeinen Informationen und den Jahrganglisten wird es auch aufgearbeitete Jahrgangsfotos beinhalten. Dieses Buch ist ein Muss und eine Fundgrube für alle Forstschulabsolventen, Ahnenforscher und Interessierte an der forstlichen Familiengeschichte.

 

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Kurz berichtet…

  • Für den Jahreswechsel war eine „Reform“ der Hessischen Beihilfeverordnung geplant. Inzwischen haben sich die Bürger ja daran gewöhnt, dass eine Reform keine Verheißung ist, dass alles besser wird, sondern eine Drohung, dass sie höhere Kosten zu tragen haben. So auch in diesem Fall: hier werden wegfallende oder reduzierte Leistungen zusätzlich privat versichert werden müssen. Ein Schelm, wer hier eine Maßnahme zur Kompensation der letzten Gehaltserhöhung vermutet. Bei allem Widerstand begrüßt der DBB-Hessen zumindest die Verschiebung der Novellierung auf den 01.07.2012, damit Einzelheiten noch verhandelt werden können und die Mitarbeiterschaft sich rechtzeitig auf die neuen Bedingungen einstellen kann.
  • Am 07.12.2012 trafen sich der Landesvorsitzende Dr. Gero Hütte-von Essen, begleitet von Werner Schaaf und Jens Helberg, mit dem Leiter von Hessen-Forst, Michael Gerst und dem Personalchef Hans-Dieter Treffenstädt in Kassel. Zur Diskussion standen das Personalentwicklungskonzept Waldarbeit, der Erinnerungsband „60 Jahre Forstschule Schotten“, eine Vortragsanfrage zur Jahreshauptversammlung des BDF-Hessen zum Thema: „Burnout – Gesundheitsmanagement in der Forstwirtschaft“, die Antwort zur Petition des BDF zur Beamtenfrage, die Sachstände “Ausbildungs- und Prüfungsordnung“ und „Neues Forstgesetz“ sowie Verfahrensweisen bei der Einladung zum Assessment-Center (Auswahlverfahren zur Einstellung). Ein ausführlicher Bericht folgt im nächsten Heft. Dr. Manfred Johann

 

Stand: 11. Februar 2016