BDFaktuell 04 / 2011

BDFaktuell 04 / 2011
Ihre Meinung ist gefragt:
„Personalentwicklungskonzept Waldarbeit“ von Hessen Forst und IG BAU

Die Landesbetriebsleitung hat mit der konkurrierenden Gewerkschaft IG BAU ein „Personalentwicklungskonzept Waldarbeit“ veröffentlicht. Die detaillierte Fassung kann im Intranet von Hessen-Forst eingesehen werden. In den "Forstlichen Mitteilungen" 2/2011 ab Seite 16 der IGBAU finden sie auch einen Artikel von Harry Trube, dem Vorsitzenden der IG BAU Bezirksfachgruppe Forst Nordhessen, dazu.

Die nicht unerheblichen beabsichtigten Änderungen der Aufgabenverteilung  wird hinsichtlich Struktur und Personal Auswirkung haben, insbesondere für die Stellenzahl, die Einsatzbereiche und Entwicklungsmöglichkeiten des Gehobenen Forsttechnischen Dienstes.

Als Grundlage für die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung bitten wir Sie um Ihre Meinung dazu.

Bitte schreiben Sie uns Ihre Meinung bis zum 5. Mai an die Geschäftsstelle, Herrn Gerhard Kunze, Raabgarten 4, 36304 Alsfeld-Liederbach, info@bdf-hessen.de, Stichwort: „PE-Konzept Waldarbeit”    

siehe auch:
Offener Brief des BDF-Hessen
zu „PE-Konzept Waldarbeit”  (Oktober 2011)
Antwort auf Offener Brief des BDF-Hessen zu „PE-Konzept Waldarbeit”  (Januar 2012)

 

BDFaktuell 04 / 2011
„Seniorentreffen - 60 plus“ in Hannoversch Münden

von Michael Küthe

Der BDF-Landesverband Hessen möchte auch in diesem Jahr seine älteren Mitglieder und deren Ehefrauen, bzw. Lebenspartnerinnen zu einem interessanten Tagesprogramm einladen.

Wir wollen uns in diesem Jahr am 12. Mai 2011 am Zusammenfluss von Fulda und Werra zur Weser treffen.

Ziel ist das malerische Fachwerkstädtchen Hann. Münden. Dieses war seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts Standort der akademischen Forstausbildung und ist ab den siebziger Jahren Standort der „Hess. Forstlichen Versuchsanstalt“.

Eingeladen sind hierzu alle Pensionäre (auch solche in Lauerstellung), aber auch die Kollegen, die bereits das 60. Lebensjahr erreicht haben, mit ihren Ehefrauen, bzw. Lebensgefährtinnen.

Programm:
10.15 Uhr  Treffen in Hann. Münden auf dem Parkplatz  „Tanzwerder“
(ab Fußgängerbrücke zur Innenstadt ca. 1,5-stündige Stadtführung)
12.00 - 14.00 Uhr Mittagessen (voraussichtlich im Gasthaus „Schmucker Jäger“)
14.00 Uhr Besuch der ehemaligen „Hess. Forstlichen Versuchsanstalt“,
heute „Abt. C (Forstgenetik) der „Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt“
(ca. 1-stündige Führung durch Herrn Dr. Alwin Janßen und Mitarbeiter)
15.30 Uhr gemeinsames Kaffeetrinken und gemütlicher Ausklang

Die Kosten für die Führungen und Eintrittskosten werden auch in diesem Jahr vom BDF-Landesverband Hessen übernommen.

Anmeldungen, bitte bis spätestens 1. Mai. 2011, besser sofort an:
Michel Küthe, Laufdorfer Straße 3,
35619 Braunfels-Bonbaden, Tel.: 06442-23880,
E-Mail: kuethe.m(at)bdf-hessen.de


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Halt! Führerscheinkontrolle!

Glosse von Werner Schaaf

Wer als Beschäftigter des Landesbetriebs Hessen-Forst einen Dienstwagen fahren will, soll oder darf, hat sich einer jährlichen Führerscheinkontrolle in seiner Dienststelle zu unterziehen; so sieht das eine Geschäftsanweisung vor. In der überarbeiteten Geschäftsanweisung Nr. 04/2006 findet sich jetzt als Anlage 2 ein Kontrollbogen, der dieser Verpflichtung des Fahrzeughalters nach § 21 Abs. 1 Nr. 2 Straßenverkehrsgesetz (StVG) Rechnung trägt. So macht sich der Halter eines Fahrzeuges strafbar, wenn er anordnet oder zulässt, dass jemand das Fahrzeug führt, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder dem das Führen des Fahrzeuges verboten ist. Fahrlässigkeit reicht nach § 21 Abs. 2 StVG bereits aus.

Jetzt wird es aber erst interessant: Denn mit In-Kraft-Treten der Fahrerlaubnisverordnung von 1999 gibt es unterschiedliche, teilweise befristetet Erlaubnisse. Bei danach erteilten Fahrerlaubnissen besonders aufgepasst: Kleinlaster, Anhänger, Traktoren und dgl. sind nicht automatisch in der üblicherweise erworbenen Führerscheinklasse B enthalten. Man beachte auch, dass Beschränkungen und persönliche Auflagen bestehen können, wie z. B. das Fahren nur mit Automatikgetriebe, das Fahren mit einer Brille o. ä. Müssen hier ebenfalls individuelle Kontrollen stattfinden oder reichen Ermahnungen? Gibt es vielleicht unterschiedliche Benutzergruppen? Wie ist das bei ausländischen Führerscheinen?

Hier wird dringend gefordert (denn wir erinnern uns: Fahrlässigkeit reicht aus), dass die Sachbearbeiter für Dienstwagen möglichst rasch und umfassend geschult werden. Leider ist ein solcher Lehrgang im Bildungsprogramm 01/2011 noch nicht enthalten.  


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Der Wald im Klimaschutzgeschäft

von Sigrun Brell

CO2 ist mit einem Anteil von ca. 60 % an der anthropogen verursachten Klimaerwärmung beteiligt. Die Absenkung des Ausstoßes von klimaschädlichen Gasen, insbesondere des CO2 ist mehr als überfällig und dringend. Selbst eine sofortige, deutliche Reduktion des CO2-Ausstoßes hat erst nach Jahrzehnten positive Auswirkungen, z.B. auf die weitere Temperaturentwicklung.


1992 wurde das Kyoto-Protokoll als erstmaliges internationales Abkommen mit fest verbindlichen Zielwerten zur Minderung der Treibhausgasemissionen für Industriestaaten verabschiedet und von 192 Staaten, darunter auch Deutschland, ratifiziert.
Ende 2012 läuft die Kyotoperiode aus. Dann wird Bilanz gezogen, ob die Länder das festgelegte Minderungsziel, den Ausstoß schädlicher Klimagase um einen festgelegten Prozentsatz zu reduzieren, erreicht haben. Zur Reduktion wurden im Kyoto-Protokoll folgende forstliche Maßnahmen genannt: Förderung nachhaltiger Waldbewirtschaftungsmethoden, Aufforstung und Wiederaufforstung. Ein Festmeter Holz bindet in Deutschland durchchnittlich 915 Kilogramm CO2!


Sollte Deutschland als „Kohlenstoffsenker“ anerkannt werden und es tatsächlich geschafft haben, durch u.a. forstliche Maßnahmen mehr CO2 zu binden als freizusetzen, könnte jede vermiedene Tonne CO2 mit einem Auszahlungsbetrag honoriert werden. Doch dann fängt es an schwierig zu werden. Nach Art. 3.3 des Kyoto-Protokolls muss die Waldflächenbilanz, nach Art. 3.4. kann der Vorratszuwachs als Senkenleistung angerechnet werden. Nach welchem Verteilungsschlüssel geht man sinnvoller weise vor, um die Senkengutschrift auf die einzelnen Waldbesitzer zu verteilen? Und welche Institution könnte den damit verbundenen Arbeitsumfang leisten? Doch bevor diese für den Waldbesitzer interessanten Fragen gelöst werden, bleibt die spannendste Frage, ob Deutschland wirklich das festgelegten Minderungsziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen um 21 % erreicht hat.

Stand: 29. Mai 2018